Die heilende Kraft der Steine

Wer sich nicht näher mit den Ursprüngen der Hot Stone Massage befasst, vermutet dahinter nichts anderes als einen aktuellen Trend im Bereich Spa & Wellness. Bei diesem Blickwinkel wird verkannt, dass es sich um eine Anwendung mit traditioneller Vita und medizinischem Wert handelt. So reichen die therapeutischen Ziele weit über den Wohlfühlfaktor hinaus.

Die Ursprünge

Es ist nicht geklärt, welches Volk dieser Erde das Urheberrecht auf die Therapie mit heißen Steinen für sich verbuchen darf. Fest steht jedoch, dass die Wurzeln auf die Zeit vor Christus Geburt zurückgehen, und das Wissen stets an die nachfolgenden Generationen weitergereicht wurde. Das spannende an der Geschichte der Hot Stone Massage ist, dass die Therapieform von verschiedenen Volksstämmen rund um den Globus unabhängig voneinander entwickelt wurde. Dennoch ist die Vorgehensweise weitgehend deckungsgleich. Überlieferungen gibt es unter anderem von der hawaiianischen, chinesischen und indianischen Kulturgeschichte. Mit Blick auf die Ursprünglichkeit und die dahinter stehende Logik ist es beinahe erstaunlich, dass die therapeutischen Vorzüge nicht wesentlich früher populär wurden.

Das Equipment

Die Hilfsmittel bei dieser Massage wirken beinahe unspektakulär. Es handelt sich um Steine aus Basalt, die unterschiedlich groß und abweichend geformt sind. Der Gedanke hinter der formalen Differenz ist, dass sich für verschiedene Körperpartien und Anwendungsbereiche passende Basaltsteine anbieten. Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs, ist reich an Eisen- und Magnesium-Silikaten und verfügt über eine hohe Wärmespeicherkapazität. Es scheint beinahe selbstverständlich, dass die hawaiianischen Urvölker auf ihren Vulkaninseln diese Eigenschaften erkannten und für sich nutzten.

Die Anwendung

Je nach Ursprung kann sich der Therapieverlauf unterscheiden. Beispielsweise werden bei einigen Varianten bereits auf der Liegefläche Steine als gezielte Kontrapunkte platziert. Gegenwärtig werden bei einer Hot-Stone-Massage die warmen Utensilien zunächst auf einer Körperseite platziert, um einen wärmenden Effekt zu erzielen. Von dort aus werden die natürlichen Wärmespeicher gezielt für therapeutische und wohltuende Aspekte eingesetzt. Dabei kann ein Stein bewusst auf einem Punkt verweilen, bei der Massage selbst verwendet oder damit Druck ausgeübt werden. Dies sind nur drei Beispiele von vielen Methoden, die Fachkundige einsetzen können. Zum Aspekt des Wohlfühlens gesellen sich zahlreiche medizinische Beweggründe, um eine Steinmassage durchzuführen. Zu den möglichen Heilkräfte der seit Jahrtausenden überlieferten Therapie hinsichtlich persönlicher Beschwerden sollten Experten konkret befragt werden.

Von der erläuterten Anwendung, die teils mit einer Aroma-Therapie kombiniert wird, ist die La-Stone-Massage abzugrenzen. Bei dieser kommen neben den wärmenden Basaltsteinen auch kühlende Mamorkugeln zum Einsatz, wodurch sich abweichende Möglichkeiten der Stimulierung ergeben.