Dampfbad

Mit Temperaturen zwischen 35 und maximal 65 Grad Celsius herrscht in einem Dampfbad ein nicht ganz so extremes Klima wie in einer Sauna. Dafür ist aber die Luftfeuchtigkeit deutlich höher: Sie beträgt nahezu 100 Prozent. Ein Dampfbad tut vor allem den Atemwegen ausgesprochen gut, denn wenn die Schleimhäute ausgiebig befeuchtet werden, haben Krankheitserreger kaum eine Chance und der Mensch kann wieder tief durchatmen. Ein Aufenthalt im Dampfbad kann daher Erkältungen wirkungsvoll vorbeugen.

Wie funktioniert ein Dampfbad?

Aufgrund der etwas niedrigeren Temperatur ziehen viele Menschen das Dampfbad einer klassischen finnischen Sauna vor. Dennoch sollten gerade Anfänger während ihres Aufenthaltes immer auf die Zeit achten. Als optimal gelten drei Durchgänge mit einer Dauer von jeweils etwa 15 bis 20 Minuten. Zwischen den einzelnen Durchgängen müssen unbedingt längere Pausen eingelegt werden, die jeweils nicht kürzer als 30 Minuten sein sollten. Während dieser Pausen muss der Organismus ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden: Stilles Mineralwasser ist diesbezüglich am besten geeignet. Wichtig: Bei auftretenden Kreislaufbeschwerden muss das Dampfbad sofort verlassen werden, auch wenn die geplante Zeit noch nicht vorbei ist!

Die positiven Effekte

Oft werden dem Wasserdampf verschiedene Aromen oder Kräuter wie etwa Eukalyptus oder Minze beigefügt. Diese Düfte erzielen ebenfalls positive Effekte und werden von den meisten Menschen als sehr angenehm und wohltuend empfunden. Aber nicht nur die Atemwege profitieren von einem Aufenthalt im Dampfbad: Schmerzhafte Muskelverspannungen können sich in dem feucht-warmen Klima wunderbar lösen, der Mensch fühlt sich anschließend oft herrlich erholt und beruhigt. Dies ist auch der Grund, warum ein Dampfbad bei Sportlern so beliebt ist. Nach einem anstrengenden und intensiven Training kann der Körper hier optimal regenerieren und neue Kraft tanken. Außerdem wird der ganze Körper besser durchblutet, die Poren der Haut öffnen sich, kleine Unreinheiten verschwinden, so dass sich gerade Frauen nach einem Dampfbad-Aufenthalt über ein ganz besonders klares und feines Hautbild freuen können.
In vielen Dampfbädern sorgen zudem entspannende Klänge oder Farblicht für Entspannung.

Tipps und Hinweise

Ähnlich wie in einer Sauna herrschen aber auch hier verschiedene Regeln, an die sich nach Möglichkeit jeder Benutzer halten sollte. So ist es beispielsweise aus hygienischen Gründen fast überall üblich, auf der Sitzbank ein Handtuch auszubreiten, so dass niemand mit eventuellen Keimen und Bakterien in Berührung kommt. In einigen Dampfbädern ist man inzwischen aber auch dazu übergegangen, die Sitzbänke vor Benutzung gründlich mit einem Wasserschlauch abzuspritzen und auf Handtücher zu verzichten. Und ganz wichtig: Vor und nach dem Aufenthalt bitte ausgiebig duschen!
Übrigens: Menschen mit starkem Bluthochdruck, Epilepsie, einem grippalen Effekt und anderen Erkrankungen sollten auf den Besuch im Dampfbad verzichten.